No Sports im Wohngebiet

231204PC Sportverbot im Wohngebiet

Mensch Mahler am 04.12.2023


Basketball, Kicken mit Kindern, Bewegung an der frischen Luft – was gibt es Besseres für Großstadt-Kids? Auf dem Sportplatz der Cotta-Schule im Stuttgarter Osten wird seit Monaten kein Sport mehr gemacht. Zumindest an Wochenenden und nach Schulschluss. Nachbarn, die bewusst in Neubauwohnungen nahe dem Sportplatz gezogen sind, haben geklagt. Und jetzt halten sie sich fest: Sie haben recht bekommen. Begründung: Ruhestörung. Zwei der Anwohner, die angeblich stellvertretend für 12 der 20 angrenzenden Wohnparteien geklagt haben, kamen vor Gericht durch. Außerhalb der Schulzeiten sind maximal 44 Dezibel erlaubt – die Geräuschkulisse einer leisen Unterhaltung. Politik und andere AnwohnerInnen laufen Sturm. Vergeblich. Begründung: Der Sportplatz wurde außerhalb des Baufensters zugelassen. Eine Genehmigung als öffentliche Sportanlage gibt es nicht. Dafür würde man ein Immissionsgutachten benötigen. Die geforderten 44 Dezibel sind ein Witz. Schon das Quietschen der Basketballstiefels wäre lauter. Die letzten natürlichen Feinde einer gesunden Stadtentwicklung sind Behörden, und hier insbesondere das Baurechtsamt. Rechtlich kommt man hier keinen Millimeter weiter. 

Wir haben das mehrmals am eigenen Leib erfahren müssen beim privaten Bauen und auch beim Kirchenbau: Die Baurechtsämter sind mit einer Macht ausgestattet, die völlig unangemessen ist. Ich finde es skandalös, dass selbst die Kommunalpolitik und der gesunde Bürgerwille nicht gegen die Klage von 2 Personen ankommen kann – seit Monaten.

Diese ehrenwerten Bürger, die mitten in der Stadt ihre Ruhe haben wollen, sind vermutlich die Ersten, die laut aufschreien, wenn Jugendliche in den Straßen der Stadt aus Langeweile Randale machen. Hallo: Die hätten auch lieber Basketball gespielt!  






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