Hoffst du noch oder resignierest du schon?

231207PC Erwartung

Mensch Mahler am 07.12.2023


Gestern war das Fest des Heiligen Nikolaus. Jetzt sind wir endlich angekommen im Advent. Zeit der Erwartung, Zeit der Sehnsucht, Zeit der Träume. Was brauche ich?

Einen Ort der Stille, wenn der Lärm über mir zusammenschlägt.

Menschliche Wärme, wenn ich an der Kälte, die zwischen uns herrscht, zu erfrieren drohe.

Ein Stück Heimat, wenn ich mich nicht mehr zurechtfinde.

Ein heller Stern, wenn mir die Orientierung fehlt.

Advent - Zeit der Erwartung. Habe ich noch die Erwartung, dass in meinem Leben etwas passieren könnte, das mich aus der Depression dieser Zeit herausholt?

Habe ich längst die Erwartungen begraben, um nicht ent-täuscht zu werden? Ja, man kann sich vor dem Schmerz der Enttäuschung  schützen, indem man nichts mehr erwartet. Sondern in das Mantra einstimmt, dass alles immer noch schlimmer wird. 

So geht man durchs Leben – desillusioniert und traurig. Das Blöde daran: wenn man nicht offen ist für das Unvorstellbare, wird man es auch nie erleben.

Es sei denn, es wird Advent. Der Prophet beschreibt das so:


„Das Volk, das im Finsern wandelt, sieht ein großes Licht. Über denen, die im Todesschatten leben, scheint es hell.“


Denn: Ein Kind ist uns geboren. Dieses eine Kind als Prototyp für alle Kinder. Sie werden in die Hoffnung hineingeboren, dass alles anders, neu werden kann. Ich lasse mich hineinnehmen in diese Hoffnung. Advent – Adventus – Ankunft. Das spielt sich in mir ab. „Und wird Christus 1000 mal in Bethlehem geboren und nicht in mir – ich bliebe doch verloren. Advent: Stille. Wärme. Heimat. Ein Stern, der mir den Weg weist. 










Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.