Grundrechte auch für Tiere

240221PC Ich habe mit Dir noch ein Weinblatt zu rollen

Mensch Mahler am 21. Februar 2024


„People for the Ethical Treatment of Animals“, das sagt ihnen vermutlich nichts. Wenn ich jetzt PETA sage, dann wissen alle, was ich meine. Vor allem wegen ihren spektakulären Aktionen. Halbnackt liegen Dutzende Menschen nebeneinander und aufeinander, auf Haut und Unterwäsche sollen rote Farbkleckse Blutspritzer symbolisieren. Dir Aktivisten von PETA stellen einen Berg von Fleisch dar. „Fleisch tötet“ ist auf Plakaten zu lesen. Die Bewegung, die aus den USA vor 30 Jahren nach Deutschland kam, überspitzt, polarisiert und provoziert. So muss man das machen, wenn man etwas erreichen will. Auch die Befreiung von Tieren aus der Massentierhaltung gehört dazu. Viele Forderungen sind für mich nachvollziehbar. Andere sind in meinen Augen komplett überzogen wie „Personenstatus und Grundrechte für Tiere“. Oder sie sind reif fürs Kabarett, wie neulich bei Dieter Nuhr. Kein Witz: PETA soll allen Ernstes gefordert haben, Sprache von Tierdiskriminierung zu säubern. Anstatt zu sagen: „Mit dem haben ich noch ein Hühnchen zu rupfen“ solle man besser formulieren: „Mit dem habe ich noch ein Weinblatt zu rollen“. Auch „die Katze aus dem Sack lassen“ sei mit dem Tierwohl nicht vereinbar. Wobei, so sinnierte Dieter Nuhr, es der Katze wohl schlechter gingen, wenn man sie im Sack belassen würde. 

Aber zurück zur Ernsthaftigkeit: rund 10.000 spektakuläre Straßenaktionen hat PETA in 30 Jahren in Deutschland veranstaltet. Es ist ihr Verdienst, dass viele Menschen nachdenklich geworden sind und sich fragen, wie man hierzulande mit Tieren umgeht. Und: Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland bezeichnen sich als Veganer. PETA macht weiter: „Bundesweit werden unzählige Tiere für menschliche Zwecke getötet“. Deshalb die klare Botschaft: „Tiere brauchen eigenen Rechte“.


 





 




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